5.3 Wachstumsphase

Ziele in dieser Phase sind:

- reale Zukunftsperspektiven entwickeln und dadurch Verringerung von Zukunftsängsten   und Fluchtwünschen
- Festigung einer kritischen Einstellung gegenüber legalen und illegalen Drogen
- höheres Maß an Selbstvertrauen
- Erlernen von Konfliktlösungen ohne ständige Kontrolle des Fachpersonals
- befriedigendes und nach außen gerichtetes Freizeitverhalten verstärkte Überprüfung   sozialer Beziehungen
- Einleitung der beruflichen Rehabilitation
- Übernahme von Eigeninitiative und -verantwortung z.B. auch in Form von Teilnahme   an Selbsthilfegruppen

 

Eine sinnvolle Freizeitgestaltung ist unerlässlich, um einerseits der Gefahr der Isolierung, andererseits dem nicht minder unerwünschten Anschluss an "Drogenfreunde" vorzubeugen. Es gilt, passives Verhalten zu überwinden.

 

 

Neue Aktionsfelder auch außerhalb der Einrichtung sollen erschlossen werden, z.B. Vereine, VHS- Kurse u.a.m..
Nachdem die Einbeziehung der Eltern bzw. der Partnerin/des Partners oder anderer wichtiger Bezugspersonen durch Besuche und gemeinsame Gespräche in unserer Einrichtung mit dem zuständigen Therapeuten bereits sehr früh begonnen hat, erfolgen Heimfahrten (Eltern/Partner), dies soll u.a. zur Beziehungsklärung beitragen.

Als nunmehr "Älterer" dient der Klient als Vorbild und Anreiz zur Nachahmung für "Jüngere".

Frühzeitige Vorbereitung auf einen Beruf, weiteren schulischen Werdegang bzw. eine Arbeitsstelle erfolgen sehr intensiv.


5.4 Adaptionsphase

Globales Ziel in der Adaptionsphase ist die Wiedereingliederung in Beruf und Gesellschaft.

Im Unterschied zum bisherigen Therapieverlauf wird der Klient nunmehr seine Zeit weitgehend selber einteilen und planen.

Die Vorstellungen für das Leben nach der Therapie sollten jetzt umgesetzt und die entsprechenden Schritte dazu unternommen werden.
Dazu gehören die Planung von Ausbildungs- u./o. Umschulungsmaßnahmen, Aufbau weiterer Kontakte außerhalb der Einrichtung, Praktika in Betrieben der Umgebung, selbständige Haushaltsführung und die intensive Planung und Durchführung eines Abschlussprojektes.

Vor der Aufnahme in unser Adaptionshaus findet ein Gespräch mit dem/der Klienten/in, seinem Therapeuten und dem Adaptions- Mitarbeiter statt, in dem Ziele für die weitere Rehabilitationsmaßnahme geklärt werden sollen.

Die Adaptionsphase ist bei uns in den regulären Therapieablauf integriert.
Der Übergang von dem geschützten Rahmen einer Therapieeinrichtung in die gesellschaftliche Realität soll hier therapeutisch begleitet erfolgen.

 

Schwerpunkte in dieser Zeit bildet das mindestens 4 -wöchige externe Praktikum, sowie die anschließende Projektarbeit im Rahmen der Arbeitstherapie.

Im Praktikum soll die Einbindung in einen normalen betrieblichen Alltag eine Eingewöhnung in ein geregeltes Berufsleben ermöglichen.

Die Erfahrung zeigt, dass wiederholt Praktikumbetriebe Klienten nach Therapieabschluss in ein zeitlich begrenztes oder festes Arbeitsverhältnis übernehmen.

Die danach anstehende Projektarbeit soll in mehrfacher Hinsicht den Abschluss der Adaptionsphase symbolisieren.

In der Adaptionsphase kümmern sich die Klienten selbst um ihre Versorgung, insbesondere um den Einkauf von Lebensmitteln, Kochen,

Haus- und Wäschepflege und kleinere Renovierungsarbeiten im Haus.
Während dieser Phase findet eine Gruppentherapiesitzung in 8 - tägigem Abstand statt.

Praktikanten nehmen sich dafür von ihrer Praktikumstelle frei.
Bei Bedarf findet eine zweite Gruppensitzung pro Woche statt.

Einzelgespräche für die Praktikanten werden nach deren Arbeitszeit angeboten.
Außerhalb der Praktikumzeiten arbeiten die Klienten in den hausinternen Bereichen.
Nach Absprache werden jedoch bestimmte Zeiten für ihre speziellen Belange (wie z.B. Behördegänge, Arbeits- und Wohnungssuche usw. ) festgelegt.


5.5 Nachsorgephase

Das Angebot beinhaltet eine 6 - 12 monatige Betreuung in einer unserer Nachsorge - Wohngemeinschaften bzw. ambulante Nachbetreuung durch einen unsere Mitarbeiter.

Für das Nachsorgeangebot besteht eine eigene Konzeption.

 

Zurück   Inhalt   Weiter