5. Behandlungsverlauf

Der Rehabilitationsprozess unterliegt einer individuellen Therapieplanung
Inhalt und Zeit und gliedert sich in folgende Schritte:

 

5.1 Orientierungsphase

Ziele in dieser Phase sind:

- Anamneseerhebung und Diagnostik
- Aufbau einer Vertrauensbasis und therapeutischen Beziehung
- Förderung der Eigenmotivation
- Integration in eine bestehende Therapiegruppe
- Auseinandersetzung mit dem Gefühl beginnender Nüchternheit
- Erarbeitung eines Therapieplanes
- Klärung der Schuldensituation und Beginn der Schuldenregulierung

 

Um diese Ziele zu erleichtern, werden in dieser Zeit die Außenkontakte auf ein Mindestmaß beschränkt.

 

5.2 Begegnungsphase

Ziele in dieser Phase sind:

- Selbsterkenntnis der individuellen Suchtproblematik
- Vertiefung von Selbst- und Fremdwahrnehmung
- erste „neue Schritte" versuchen, intensivieren und ausbauen
- Übernahme von Verantwortung innerhalb der
  therapeutischen Gemeinschaft
- Entwicklung neuer konstruktiver Konfliktlösungsstrategien

Die Klientin/der Klient erlebt innerhalb des therapeutischen Rahmens Ihre/ Seine Grenzen und zunehmend mehr Freiräume.
Das Wechselspiel zwischen "Vereinzelung" und Gruppenzugehörigkeit gibt ebenso wie der Blick auf die eigene Biographie Themen für Einzel- und Gruppentherapie.
Signale verstehen, jemandem richtig zuhören, genau anschauen und nicht mit Vorwürfen und Generalisierungen reagieren, sind wichtige Voraussetzungen, um eigene Gefühle auszudrücken.
Durch das Bewusst machen eigener Bedürfnisse im Konfliktfall, durch das Erkennen, dass es unterschiedliche Sichtweisen von Problemen geben kann, sowie durch das Lernen, eigenes Verhalten zu überdenken und anderen mitzuteilen, lassen sich viele Konflikte im persönlichen Bereich lösen.

 

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